Ist das rechtens? – Juristische Problemfelder und deren Lösungsansätze

Beim Einsatz von mobilen Endgeräten im Schulunterricht spielen viele Gesetze und Regelungen eine Rolle, die – sollten sie nicht beachtet werden – juristische Konsequenzen nach sich ziehen können. In ihrem Aufsatz „Urheber- und datenschutzrechtliche Frage des Mobile Learning“ geben Forgó und Heinemeyer (2013) einen Überblick über die derzeitige rechtliche Lage und befassen sich mit den Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Urheber- und datenschutzrechtliche Normen.Folie4

Probleme tauchen erst in der Praxis auf

Doch nicht nur Urheber- und Datenschutzrecht spielen beim mobilen Lernen eine Rolle. Werden im Rahmen des Schulunterrichts öffentliche Wiki(-Beiträge), Blogs, Websites oder ähnliches erstellt, sind ebenfalls die Bestimmungen des Telemediengesetzes zu beachten. Oftmals tauchen die Probleme erst in der Unterrichtspraxis auf. So geschehen auch in diesem Seminar. Dieser Blog ist eine Studienleistung innerhalb des Seminars „Verändertes Lehren und Lernen mit mobilen Endgeräten“, welches vom IMWK der Universität Augsburg angeboten wird. Nach den ersten Wochen kam die Frage auf, ob auch unserer Blogs einer Impressumspflicht unterliegen. Ja, das taten sie. Also wurde ein Impressum eingefügt. Diejenigen, die ihre Adressen nicht öffentlich im Netz stehen haben wollten, schalteten ihre Beiträge auf „privat“.

Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass es beim mobile Learning, insbesondere wenn eigene Medieninhalte produziert und verbreitet werden , durchaus zu rechtlichen Problematiken kommen kann. Um diese zu vermeiden, sollten Schulen sowohl LehrerInnen als auch SchülerInnen medienrechtlich schulen.

Lösung der rechtlichen Probleme: Medienrechtliche Schulungen

Dieser Aufwand ist durchaus berechtig. Medien spielen immer mehr eine Rolle im Alltag, schon bei Aktivitäten auf Facebook und Co. können NutzerInnen Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte verletzen. Darum erscheint eine solche medienrechtliche Schulung innerhalb der Schulausbildung durchaus sinnvoll. Materialien für eine solche medienrechtliche Schulung stellen viele Plattformen zur Verfügung, unter anderem auch klicksafe.de: Die EU-Initialive hat unter dem Titel „Spielregeln im Internet. Durchblicken im rechte-Dschungel“ ein mehrteiliges Kompendiums zusammengestellt, welches alle wichtigen gesetzlichen Regelungen enthält.

Das medienrechtliche Wissen kann in die Medienkompetenz-Dimension „Medienkunde“ eingeordnet werden. Die Vermittlung von medienrelevanten Gesetzen kann darum auch speziell im Rahmen von schulischen Medienkompetenz-Projekten oder Projekttagen vermittelt werden.  Dies kann durchaus auch spielerisch vonstatten gehen. Ein Beispiel wäre hier ein Projekt, welches uns Sofia Paucke von JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in einem Gastvortrag während des Seminars vorgestellt hatte.

Die JFF-Arbeitsgruppe hat mit einer Gruppe von GrundschülerInnen mithilfe der iOS-App „Puppet Pals“ einen Kurzfilm über das Recht am eigenen Bild gedreht. Der Film entstand im Auftrag der sozialen Netzwerkes „knipsclub.de“, welches  eine Foto-Plattform vergleichbar mit Instagram speziell für Kinder ist. Der Film wurde anschließend auf die Homepage von „knipsclub.de“ gestellt.

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